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Selbstverwalter im Portrait
Claus Moldenhauer

Claus Moldenhauer (Bild: Bildarchiv DRV Bund)

  • Mitglied des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund

  • Mitglied des Organisations- und Bauausschusses des

  • Mitglied des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung des Vorstandes

„So weit wie möglich digital“

Die Digitalisierung macht um die Sozialversicherungen keinen Bogen. „Online-Erlebnisse prägen die Erwartungen unserer Kunden. Schnelligkeit und ein erstklassiger Service müssen die logischen Antworten sein“, sagt Claus Moldenhauer. Dass die Umstellung gelingt, dazu trägt er selbst seinen Teil bei – als ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Mit dem System der sozialen Sicherung in Deutschland ist Moldenhauer (Jahrgang 1951) seit rund fünf Jahrzehnten vertraut. „Schon in meiner Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse im Jahr 1967 bin ich mit diesen Fragen in Berührung gekommen“, berichtet er. „Ich habe begriffen, wie wichtig es ist, den Interessenausgleich von Versicherten und Arbeitgebern zu gestalten und weiterzuentwickeln.“ In der paritätischen Selbstverwaltung sieht Moldenhauer, der im Sozialparlament der Rentenversicherung die Seite der Versicherten vertritt, eine Art Anker. Sie gebe den Sozialversicherungen die Stabilität, die sie benötigten, um den neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.

Erfahrungen auf dem Gebiet der Digitalisierung hat Moldenhauer bei seinem langjährigen Arbeitgeber DAK gesammelt, bei dem er 1995 Landesgeschäftsführer in Baden-Württemberg, 2004 Vorstandsmitglied und 2005 stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde. Früher als andere erkannte er die wachsende Online-Affinität der Kunden, und er reagierte, indem er den Aufbau von Service- und Versorgungsangeboten im Internet vorantrieb. „Notwendige Neuerungen wurden unter seiner Regie durchgeführt, aber Bewährtes auch bewahrt“, bescheinigte ihm Hans Bender, Verwaltungsratsvorsitzender der DAK-Gesundheit, als er Moldenhauer 2016 in den Ruhestand verabschiedete. So gehören zum Geschäftsmodell der Krankenkasse neue Online- und Facebook-Filialen, aber daneben bestehen weiterhin auch mehr als 500 Servicezentren vor Ort.

In den Verantwortungsbereich von Moldenhauer fiel auch die Gründung der Unternehmensgruppe Bitmarck, in der mehrere große und viele kleine Krankenkassen in Deutschland 2008 ihre Kräfte in der elektronischen Datenverarbeitung bündelten. 20 Millionen Krankenversicherte beziehen heute ihre IT-Dienstleistungen über Bitmarck. Die Rentenversicherung stehe vor ganz ähnlichen Aufgaben, sagt Moldenhauer. Es gelte, übergreifende Standardlösungen zu schaffen, die zugleich wirtschaftlich und für die Versicherten effizient sein müssten.
Und das bedeutet: „Verwaltungsabläufe sind transparent und in Zukunft soweit wie möglich digital zu gestalten“, erklärt der Selbstverwalter. „Die Versicherten haben einen Anspruch auf schnelle Entscheidungen, ob es nun um ihre Beiträge geht, um Rehabilitationsmaßnahmen oder ihre Rente. Dazu trägt eine Kommunikationsstrategie bei, die die Versicherten umfänglich über alle Veränderungen informiert.“